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05.01.2021

Turnier mit internationalem Flair

Frankfurt - Darauf mussten die jungen Tennisspieler lange warten: Nun ist es so weit. Am Riederwald fliegen wieder die Filzbälle übers Netz, sogar mit internationaler Beteiligung. Das Frankfurter ITF-Jugend-Weltranglistenturnier wurde für 2021 von der niedrigsten Kategorie fünf um eine Klasse hochgestuft. Von der Besetzung her entspricht es aber einer höheren Kategorie. Und das Interesse bei den Aktiven ist riesig, denn die von Eintracht Frankfurt ausgerichtete Veranstaltung ist das einzige ITF-Jugendturnier ist, das weltweit in der ersten Woche des Jahres gespielt wird. Alle anderen geplanten Veranstaltungen wurden wegen der Corona-Pandemie gleich abgesagt oder aber auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Dass in der Halle am Riederwald gespielt werden kann, verdanken die Veranstalter der Unterstützung des Hessischen Innenministeriums, der Stadt Frankfurt und des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Bewilligt wurden nicht nur die Einzel-Konkurrenzen, sondern auch der Doppel-Wettbewerb, der am Mittwoch beginnen wird.

Um den besonderen Anforderungen zu Corona-Zweiten zu genügen, haben die Gastgeber ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet. Die Regeln sind streng. Jeder Anwesende muss sich vor dem Turnier und während der Veranstaltung testen lassen. Der Zutritt für Zuschauer während aller Turniertage ist strengstens untersagt. Die Spieler dürfen maximal einen Coach mitbringen. Beim Betreten der Anlage wird bei jedem Fieber gemessen. In den Umkleideräumen darf sich jeweils nur eine Person aufhalten, der jeweilige Gegner muss draußen warten. Insgesamt werden während der Turnierwoche 341 Tests durchgeführt.

"Mein Telefon hat in der letzten Woche pausenlos geklingelt", berichtet Turnierleiter Carsten Müller, der auch Hygiene-Beauftragter ist. "Die Spieler haben sich nach den Regularien erkundigt, jeder wollte wissen, ob und unter welchen Bedingungen gespielt wird." Die Abwicklung sei laut Müller schon sehr stressig. "Es ist unglaublich viel Aufwand. Aber bisher hat alles toll funktioniert", so der Turnierleiter nach der Qualifikation am Montag.

Teilnehmer aus vier Kontinenten

Die fehlende Konkurrenz anderer Turniere beschert Frankfurt Teilnehmer aus vier Kontinenten. Angeführt werden die 32er-Felder vom Aschaffenburger Philip Florig beziehungsweise der Schweizerin Chelsea Fontenel. Der 17 Jahre junge Florig kehrte vor zwei Monaten von seinem letzten Jugend-Weltranglisten aus Montenegro mit einer Final-Teilnahme im Einzel sowie dem Doppel-Triumph an der Seite von Neo Niedner (SC SAFO Frankfurt) zurück. Der gleichaltrige Niedner, der 2020 bei den Weltranglistenturnieren in Frankfurt sowie in Offenbach (in diesem Jahr vom 13. bis 17. Januar) jeweils das Halbfinale erreichte, ist im Hauptfeld (ab heute wird täglich von 9 Uhr an gespielt, Finalpartien am Sonntag) ebenso dabei. Dank einer Wildcard des Hessischen Tennis-Verbandes (HTV) dürfen im Hauptfeld auch Sergej Topic sowie Liano Litz aufschlagen, die beide für die U18-Hessenligamannschaft der Eintracht spielen.

Den Sprung ins Hauptfeld verpasste hingegen Lokalmatador Mihailo Milenkovic. Der erst 14 Jahre junge Adlerträger unterlag in der Qualifikation dem Holländer Daniel Verbeek 2:6, 2:6. "Mir gefällt sehr, wie bei diesem Turnier mit der schweren Situation umgegangen wird. Aus meiner Niederlage will ich für die Zukunft lernen, um bei den nächsten internationalen Bewährung besser abzuschneiden."

Bei den Juniorinnen zog die als Titelanwärterin gehandelte Mara Guth (TC Bad Vilbel) ihre Meldung zurück, doch mit Lilly Pauline Schultz (TC Schwalbach), der Deutschen U16-Meisterin Denise Torrealba (THC Hanau) sowie Gina Feistel (SAFO) und Nicol Mircheva (Eintracht/beide mit Wildcard) ist die Region gut vertreten.

In der Qualifikation gescheitert ist Sarah Hamzic (Eintracht). "Ich war sehr nervös und zeigte nicht mein bestes Tennis. Dennoch fand ich es toll, von meinem Verein eine Wildcard erhalten zu haben und somit hier Erfahrungen sammeln zu dürfen. Die kommen mir nächstes Jahr zugute", sagte die mit 13 Jahren jüngste Turnierteilnehmerin nach ihrer gestrigen 1:6, 0:6-Niederlage gegen die Belgierin Emma Vanderheyden. michael löffler


Quellenangabe: Frankfurter Neue Presse vom 05.01.2021, Seite 21

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